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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 15.12.2018

Weitere Ganztagsangebote an Freiburger Schulen

Freiburg, 02.05

Es wird auf absehbare Jahre wohl nicht mehr die Möglichkeit geben für notwenige bauliche Erweiterungen von Freiburger Schulen mehr als 80 % der Investitionskosten nicht selbst finanzieren zu müssen, sondern mit Bundesmitteln. Davon ist unsere Fraktion überzeugt.

Auch weil wir uns wegen dem Schulsanierungsstau in Höhe von 130 Mio Euro so vehement gegen die Messeerweiterung gewehrt haben, sind wir nicht bereit, nun an dieses Thema mit der Schere im Kopf dranzugehen.

Deshalb sind wir noch nicht damit zufrieden, welche und wie viele Schulen die Verwaltung für den Ausbau von Ganztagesangeboten vorschlägt und wie viel Drängen des GR es dazu bedarf. Gemeinsam mit der SPD-Fraktion stellen wir darum den Antrag auch das Friedrich-Gymnasium mit in das Antragspaket auf IZBB-Fördermittel aufzunehmen.

Zur Begründung:
-    Das FG hat wie Sie Frau Bürgermeisterin eben vorgetragen haben ein vom Reg. Präsidium bewilligtes pädagogisches Konzept vorgelegt,

-    Das FG hat – ich zitiere aus der Vorlage des Schulausschusses vom 8. März 2004 zum Raumbedarf für die Umstellung auf G 8 „ein erhebliches Raumdefizit. Es fehlt ein Oberstufenraum, Aufenthaltsraum, die Cafeteria, eine Schülerbibliothek und ein SMV-Raum. Das Oberschulamt hat zwischenzeitlich ein Raumprogramm von rd. 288 qm genehmigt. Die Planung sieht vor, die Erweiterung unter der bestehenden Turnhalle durchzuführen. Die Planung soll im Laufe des Frühjahres 2004 fertiggestellt sein. Dieses Bauvorhaben soll bis zum Sommer dem GR zur grundsätzlichen Genehmigung vorgelegt werden.“
Dieser Grundsatzbeschluss ist bis heute mangels Vorlage nicht gefasst, obwohl dieses erhebliche Raumdefizit allseits bestätigt ist und sich seit der Einführung von G8 verschärft hat. Als reduziertes Erweiterungsprogramm wie nun beim Kepler vorgesehen, wäre im Rahmen der Umstellung auf Ganztagsangebot eine kostengünstigere Bauvariante als die in der Ergänzungsvorlage dargestellt mit IZBB Mitteln zu bewerkstelligen. Stellen wir diesen Antrag nicht, gibt es für das FG keine Aussicht auf mehr Räume, denn das Modellraumprogramm ist ja nicht zwangsläufig und für die Sanierungspläne der Verwaltung mittels PPP ist das FG nach Aussage des Schul- und Sportamts ebenfalls nicht vorgesehen. Der dargestellte Ausbau des Dachgeschosses als Alternative ist völlig unzureichend, die 130.000 Euro Kosten verglichen mit dem städtischen Anteil an Investitionskosten für den Kellergeschoss-Ausbau stehen im Ergebnis in keiner Relation. Zudem ist der Verweis auf die Möglichkeit des Mittagessens in der Weiherhofschule u.E. unrealistisch, da deren Aula nur Raum für ca. 60 Kinder bietet

Die Beantragung zu verschieben auf die Frist für die 2. Tranche zum Jahresende, wenn nicht ausgeschöpfte Bundesmittel von einigen Ländern zurückgehen, halten wir für unklug, da die IZBB Mittel dann immer noch nach Eingang der Anträge vergeben werden und wir uns die Chance einer rechtzeitigen Antragstellung damit vergeben haben. Darum sollten wir es heute tun.