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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 15.12.2018

Einrichtung eines „Ökokontos“

Freiburg, 25.1.05

Wer Baumaßnahmen durchführt, die ökologisch relevant sind, muss entsprechende Ausgleichsmaßnahmen schaffen, so sieht es das Baugesetzbuch vor. Dies kann durch die Schaffung von Ausgleichsflächen geschehen, die also gewissermaßen „renaturiert“ werden oder durch ökologisch sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen.
Die Unabhängigen Listen fanden das ein gutes Gesetz.
Das Ökokonto schafft die Möglichkeit, Ausgleichsflächen und – maßnahmen auf Vorrat anzulegen. Dies hat den Vorteil, wie die Vorlage ausführt, „den Vollzug der Eingriffsregelung im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung zu vereinfachen und zu beschleunigen“.
Und die UnabhängigenListen fanden diese Idee bestechend.
Doch dann befiel die Unabhängigen Listen ein böser Traum:
Was wäre, wenn diese Idee dazu führte, dass Maßnahmen, die ökologisch bedenklich sind, nun umso einfacher mit leichtem Herzen durchgeführt würden
„wir haben ja ein Ökokonto und gleichen das damit aus“
und es in der Folge mehr und gravierendere Eingriffe in das Ökosystem gäbe? Frei nach dem Motto: „unser Ökokonto ist ja so gut gefüllt, da macht das ja gar nichts“ ?
Und was wäre, wenn die Stadt keine ökologisch sinnvollen Maßnahmen mehr „außer der reihe“ durchführte, sondern nur noch dananch trachtete, das Ökokonto bei Bedarf zu füllen
und nur noch solche Maßnahmen durchführte, die sich auf dem Ökokonto gut darstellten?
Doch dann erwachten die Unabhängigen Listen und verscheuchten die bösen Gedanken, denn sie konnten sich gar nicht vorstellen, es könne der Stadtverwaltung am Ende gar nicht um die Ökologie gehen, sondern darum, Bauherren zügigere Bauverfahren zu sichern.
Und weil das so war und die Unabhängigen Listen an das Gute im Menschen und in der GR-Vorlage glaubten,
stimmten sie der Vorlage zu.

Hendrijk Guzzoni