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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 15.12.2018

Verstetigung des Landesprogramms Bildungsregionen

Redemanuskript Prof. Lothar Schuchmann zur GR Sitzung am 19.2. 2013

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Stadtratskolleginnen und -Kollegen,

die Bertelsmann-Stiftung, die sich stets wie eine - allerdings demokratisch durch nichts legitimierte - Bundesregierung im Bildungs- und Kulturbereich aufführt, hat zwar die Anfangsimpulse zum Landesprogramm Bildungsregionen gegeben, sie spielt aber aktuell beim Übergang in eine Art Regelphase nur noch als Namensgeber eine Rolle; tatsächlich ist auch nicht alles schädlich, was von dieser Stiftung iniitiert wird!
 
Wir haben uns mit einer Reihe von Schulleitern in Verbindung gesetzt, die vor allem die thematische und strukturelle Netzwerksarbeit der Bildungsregion lobten und auf die zumindest mehrheitlich guten Fortbildungsveranstaltungen hinwiesen. Positiv bewertet wurde zudem der Innovationsfonds, der sozusagen als Motor schulübergreifend neue Projekte initiiert hat.

Thomas Hartwich,  Rektor der derzeit einzigen Freiburger Gemeinschaftsschule Vigelius II betonte bei der Bewertung der Bildungsregion neben dem rascheren Informationsfluss zwischen Stadt, Schulträger und Schulaufsicht  besonders die bessere Qualifizierung der Schulleiter, die engere Kooperation zwischen den Lehrer untereinander und  mehr Unterstützung für kooperatives und individuelle Lernen beim Umgang mit der Heterogenität der Schüler; insgesamt bedeutet das Landesprogramm Bildungsregionen für ihn eine willkommene Förderung des Gemeinschaftsschule-Projekts.  

Interessieren würde uns allerdings, wie die inhaltliche Weiterentwicklung der Bildungsregion Freiburg für die nächsten Jahre aussieht, vor allem welche Rolle die Bildungsregion bei der Umgestaltung  des bisherigen dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem spielen wird - ich erinnere an Vision 2020 des Schulleiters der Friedrich Weinbrenner-Schule.

Wir stellen uns etwa die Frage, was bietet die Bildungsregion den Gymnasien an, die durch den Wegfall der Grundschulempfehlungen mit ganz anderen Schülern zurecht kommen müssen und diese nachhaltig zu fördern haben. Daraus ergibt sich auch die Überlegung, ob die nicht ganz geringe Summe von fast 240.000 €  nicht besser in individuellen Unterstützungssysteme anzulegen wäre, etwa in diagnosefähige Sozialarbeit.

Wir stimmen der Vorlage zu.