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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

"Lange Wartelisten" für KiTas

PE vom 25. Juni 2010

„Die Situation war nie so prekär - Lange Wartelisten in den
Kindergärten" -  ist Freiburg plötzlich zu kinderreich, fragen sich die Ul-Stadträtinnen und –räte?

Wie kann es eigentlich jetzt (nach der OB-Wahl) in Freiburg zu
solchen plötzlichen Engpässen und Wartelisten für über 3-Jährige kommen, wo sie doch einen Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz haben? Fehlt es an Umsicht oder eher am politischen Willen? Warum gibt es bisher keine Sozialraum-Analysen wie in anderen Städten und genauere Zahlen von unserem Amt für Statistik?

All diese Kinder, für die jetzt verzweiflungsvoll Kindergartenplätze gesucht werden, sind schon vor längerer Zeit geboren worden. Es kann sich also mit Sicherheit nicht um eine plötzlich entstandene prekäre Situation handeln, sondern um einen bewusst zugelassenen strukturellen Mangel, kritisiert UL-Stadtrat Prof. Dr. Schuchmann.

Nur Aktivität kann jetzt helfen: In den Stadtteilen mit langen
Wartelisten müssen schleunigst die bestehenden KiTas um Gruppen Personal und Räume erweitert werden. Wo Träger wie die Freiburger Kinderhaus-Initiative Erweiterungspläne haben, dürfen sie nicht länger am städtischen Amt für Liegenschaften scheitern, das  Wohnungen leer stehen lässt, anstatt diese Bemühungen zu unterstützen. Hier ist die Politik gefordert. Ebenso müssen zügig weitere Kindergärten eröffnet werden, notfalls muss zur Überbrückung auch mal improvisiert werden.
Für die Zukunft ist deutlich umsichtigeres Planen und Handeln angesagt.

Lothar Schuchmann