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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 10.12.2018

Bebauungsplan Vauban

PE vom 5. Juni 2005

Die Unabhängigen Listen kritisieren wesentliche Festlegungen der auf der letzten Gemeinderatssitzung verabschiedeten 4. Bebauungsplan - Änderung Vauban.

Massive Bauvorhaben im Osteingang an der Merzhauserstrasse sowie westlich der Astrid -Lindgrenstrasse  werden darin fest in die Planung aufgenommen. Insbesondere kritisieren die Gemeinderäte der Unabhän-gigen Liste, dass - auch gegen zahlreiche Unterschriftensammlungen  und  Einsprüche der Bewohner des Viertels - nun z.B. ein  Riegel für So-zialmieter entlang der ICE - Bahngleise in den Plan aufgenommen, zyni-scherweise ein bewohnter  " Lärmpuffer" für nahegelegene Eigenheime. ( Sozial geförderter Wohnungsbau im Vauban fehle dabei insgesamt tat-sächlich für eine wünschenswerte heterogene soziale Struktur! ) Lärm-schutz sei dringend notwendig, lasse sich aber architektonisch durchaus anders lösen.

Für die zahlreichen heranwachsenden Jugendlichen habe die Stadt ab-gesehen von einem Ballplatz hinter der Schule und einer kleinen Halfpi-pe bislang keine weiteren Freiflächen oder Bolzplätze ausgewiesen, ob-wohl dies dringendst notwendig werde als Vorhaltefläche für die nächs-ten 10 - 15 Jahre: Nach Einschätzung der Unabhängigen Listen werden damit Spannungen und Konflikte vorprogrammiert. Anregungen des Kin-derbüros und des Sozial- und Jugendamtes seien bislang nicht eingear-beitet worden. In keinem Stadtteil gebe es Kinder und Jugendliche - die die Zukunft dieser Stadt sind - einfach zum Nulltarif.

Der östliche Haupteingangsbereich des Viertels bei der Solargarage Merzhauserstrasse werde keineswegs mit einer einladenden Mischung aus kreativer Bebauung und Grünfläche  gestaltet, sondern mit einem hohen Ost-Westriegel als Baufläche voll ausgereizt und vermarktet - die Durchlüftung zwischen SUSI - Häusern, Karoline - Kaspar - Schule, "So-larschiff "und der absolut verkehrsreichen Merzhauserstrasse werde so leider verhindert.

Wie viele andere Stadtteile Freiburgs lebe auch das Vauban  - über for-melle Offenlagen und Gremienarbeit hinaus - von Anfang an offen-sichtlich ganz wesentlich von aktiver und öffentlicher BürgerInnen-beteiligung - und auch öffentlicher Debatte mit der Stadtverwaltung, und zwar im Stadtteil vor Ort.

Für die Fraktionsgemeinschaft

Ulrike Schubert
Stadträtin