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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 10.12.2018

Bus & Tram zum Nulltarif – eine gute Sache und machbar.

Die Unabhängige Listen (UL) unterstützen den Vorstoß der Freien Wähler für einen kostenlosen Nulltarif im Öffentlichen Personen-nahverkehr (ÖPNV), da sie dies selbst auch schon seit Jahren fordern. Bereits Mitte der 90er Jahre beantragten die Linke Liste und die Unabhängigen Frauen (erfolglos), dieses Thema im Ge-meinderat aufzusetzen, nachdem sie eine Informationsreise in die belgische Stadt Hasselt unternommen hatten, in dem der Nulltarif nun schon 2 Jahrzehnte mit großem Erfolg eingeführt ist. Damals wie heute zeigte eine große Gemeinderatsmehrheit dieser Initia-tive die kalte Schulter. Besonderlich erstaunlich, die ablehnende Haltung der Grünen. Parteiegoismen oder Besitzstandsdenken scheinen hier eine größere Rolle zu spielen als das Interesse an ökologisch sinnvollen Neuerungen. Dies ist umso erstaunlicher als kürzlich auch der grüne OB von Tübingen, Boris Palmer, einen Nulltarif für den ÖPNV ins Gespräch brachte. „Durchaus bemer-kenswert, dass der Nulltarif im ÖPNV überall dort, wo er einge-führt wurde, ein absolutes Erfolgsmodell ist“, so Hendrijk Guzzoni und Irene Vogel, die bereits damals an der Reise nach Hasselt teilgenommen hatten.

Anders als die Freien Wähler vertreten die Unabhängigen Listen die Auffassung, dass zur Umlagefinanzierung eines Nulltarifs nicht nur die privaten Haushalte, sondern auch die örtlichen Be-triebe herangezogen werden sollten. Die UL geht davon aus, dass bei einem solchen Modell ca. 10.-€ pro privatem Haushalt und Monat ausreichen könnten, den Nulltarif zu finanzieren.

Aber: Seit Jahren stimmen alle Fraktionen außer den Unabhängi-gen Listen - auch die Freien Wähler - den Tariferhöhungen zu. So positiv die Unabhängigen Listen die Einführung eines umlagefi-nanzierten Nulltarifs im ÖPNV beurteilen, so stark kritisieren sie die jährlich wiederkehrenden Tariferhöhungen für Bus & Bahn. Die UL kündigt an, auch dieses Jahr die Erhöhungen bei Einzel-fahrschein (plus 10 Cent) und Regiokarte (plus 2.-€ im Monat) abzulehnen.

Hendrijk Guzzoni