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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 10.12.2018

Haushaltssperre für Theater unangemessen und kontraproduktiv

PE vom 14. Juli 2006

Die Fraktionsgemeinschaft der Unabhängigen Listen kritisiert die im Jahr 2005 von der Stadtverwaltung beschlossene Haushaltssperre für den Eigenbetrieb Theater in Höhe von 230.000.-€. Hier werde, so die Unabhängige Liste, der neuen Intendantin Barbara Mundel ein Knüppel zwischen die Beine geworfen als Willkommensgruß. Schon in den letzten Jahren haben die Städtischen Bühnen bereits mehrere Hunderttausend Euro einsparen müssen. Unabhängig von der Frage des Zeitpunkts der Verhängung der Haushaltssperre stelle sich die Frage, so der Fraktionsvorsitzende Michael Moos, ob die Verhängung von Haushaltssperren über Eigenbetriebe seitens der Rathausspitze die Gründung des Eigenbetriebs Theater nicht ad absurdum führe. Finanzautonomie und finanzielle Planungssicherheit seien doch die Argumente gewesen, mit der für die Umwandlung der Städtischen Bühnen in einen Eigenbetrieb geworben worden sei.
Dieser Vorgang ist nach Auffassung der Unabhängigen Listen ein weiteres Beispiel dafür, wie die Stadt Freiburg an ihrer eigenen Substanz spare, statt ihre Einnahmen zu erhöhen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können und die Stärken der Stadt zu erhalten. Die Bedeutung der Kultur im Allgemeinen und des Theaters im Besonderen für die Attraktivität der Stadt Freiburg werde seitens der Stadtverwaltung sträflich unterschätzt.


Hendrijk Guzzoni