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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

UN-SOZIAL und UN-ÖKOLOGISCH

10. Mai 2013 - Amtsblatt - 599


Zum 1. August soll die Regio-Karte wieder teurer werden. Der Preis der Monatskarte erhöht sich um 1,50 € auf dann 52.-€. Noch stärker angehoben wird das Studi-Ticket! Jedes Jahr das gleiche Tariferhöhungsritual. Von konzeptionellen und strategischen Ideen, den öffentlichen Personen-Nahverkehr attraktiver zu machen, keine Spur. Und alle machen mit. Grüne und SPD, CDU und FDP sowieso.

Die Unabhängigen Listen sagen:
Die Tariferhöhungen sind ökologisch das falsche Signal: Je attraktiver der ÖPNV, je attraktiver die ÖPNV-Tarife, desto höher das Umsteigepotential, desto höher der Beitrag gegen den Klimawandel. Ökologisch sinnvoll wäre, die öffentlichen Zuschüsse an den ÖPNV zu erhöhen. Der Kostendeckungsgrad steigt nämlich mit den Tariferhöhungen seit Jahren kontinuierlich mit. Der Kostendeckungsgrad bei der Regio-Karte ist einer der höchsten in der gesamten BRD. Die umweltpolitischen Ziele, die Beschlüsse des Gemeinderates zur Reduktion des CO2-Ausstoßes, legen eine Erhöhung der Zuschüsse zum ÖPNV statt jährlicher Tariferhöhungen eigentlich nahe. Längst ist das Ende der Fahnenstange nämlich erreicht.
 
Zweitens: die Tariferhöhungen sind sozial unangemessen. Viele Menschen können sich die Regio-Karte nicht mehr leisten. Für eine vierköpfige Familie reden wir heute von einer Erhöhung von mindestens 4 Euro im Monat. Für viele Menschen mit geringem Einkommen ist dies schlicht nicht mehr tragbar. Zudem werden sie ja mit höheren Gaspreisen, höheren Mieten, höheren Kinderbetreuungskosten usw. doppelt und dreifach belastet. Erst Recht untragbar wird die Tariferhöhung dadurch, dass die Stadt Freiburg noch immer nicht den längst überfälligen Schritt vollzogen hat, ein Sozialticket für Erwerbslose, arme RentnerInnen und Menschen mit geringem Einkommen einzuführen.

Wir fordern, dass der Gemeinderat über Preissteigerungen im ÖPNV in öffentlicher Sitzung entscheiden soll! Und wir fordern einen grundlegenden Wandel in der Tarifpolitik des ZRF – im Interesse der Menschen und im Interesse des Klimas.

Hendrijk Guzzoni und Michael Moos