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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

Theatervorplatz: Aufenthaltsqualität sichern

20. November 2015 - Amtsblatt - 660

Nach dem bedauerlichen Wegfall der Wasservorhänge entlang der Aufgänge zum Theater erklärte die Bauverwaltung vor mehr als zwei Jahren, der Theatervorplatz gehöre in die planerische Hoheit des Theaters. Das tat die Bauverwaltung jedoch nicht aus Liebe zum Theater, das wäre ja schön, nein, es sollte einfach Geld gespart werden. Den Auftrag, den Platz zu gestalten machten sich dann die Theaterleute zu eigen und pflanzten munter ihre eigene Gardening-Welt auf die Grünflächen, die jetzt aus zuwuchern drohen. Über die momentane Gestaltung der Grünzonen kann wahrlich gestritten werden, über deren Ästhetik noch mehr, aber eines ist klar: Zukünftig geht es hier um eine verbesserte Aufenthaltsqualität auf einem Theatervorplatz jenseits von kommerziellen Bewirtungsanlagen, einerseits als Teil der gesamten Platzanlage bis hin zum KG II und andererseits aber auch mit einer eigenen künstlerische Aussage. Dass es für diesen Planungsauftrag erst eine insolvente Passage 46 geben musste, ist unbegreiflich.

Wir lehnen jegliche neue Bewirtungsmöglichkeiten auf der Anlage des Theatervorplatzes mit seinen Treppen ab, da lehnen wir auch schon die Prüfung ab. Eine Bewirtung kann unserer Meinung nach höchstens im Bereich der Sedanstraße geprüft werden, ebenerdig zur Straße mit wenigen Plätzen. Die Aufenthaltsqualität jenseits von kommerziellen Bewirtungsanlagen sollte hier bei der zukünftigen Platzgestaltung im Vordergrund stehen. Dabei geht es auch immer um eine ästhetische und architektonische Einpassung in die vorhandene Platzstruktur. Der Platz wird heute schon vielseitig genutzt, für junge Leute ist er ein wunderbarer Sonnenplatz und Treffpunkt, selbst Theateraufführungen fanden dort schon statt. Das gilt es zu erhalten.

Das verwegene Vorhaben der Passage 46 mit ihren Untergesellschaften, mit 150 Sitzplätzen dort ein Bewirtungseldorado zu errichten, hätte niemals in eine Antragsplanung kommen dürfen. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Atai Keller