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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Ein Stadtplatz als offenes Angebot an alle !

1. Juli 2010 - Amtsblatt - 531 -

Die Neugestaltung des Platzes der Alten Synagoge bewegt wie kaum ein anderes Thema die FreiburgerInnen seit Jahren. Zustimmung findet weitgehend, dass mit der Neugestaltung das Auto aus diesem Bereich zurückgedrängt und  die Menschen sich ein Stück Stadt zurückholen können. Auch der Umstand, dass in Zukunft mit einer Wasserfläche, umgeben von Bäumen und Sitzgelegenheiten, in würdiger Form an die Alte Synagoge erinnert wird, wird allgemein begrüßt. Streit besteht darüber, ob dieser neue Platz von der Bevölkerung angenommen werden wird. Ob sich die Menschen diesen Platz „aneignen“ können,  hängt von zahlreichen Faktoren ab.

  1. Die geplante Straßenbahntrasse auf dem Rotteckring schränkt die Nutzungsmöglichkeiten des Platzes stark sein. Unsere Fraktion hat einer neuen Trasse  über die Heinrich-von-Stephan-Str. und den Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof immer den Vorzug gegeben. Allerdings hat der Gemeinderat diese Grundsatzentscheidung  in bald 10 Jahren mehrfach bestätigt.

  2. Die Konzeption des Platzes steht und fällt damit, dass er – anders als der Münsterplatz - vielfältigsten Nutzungsmöglichkeiten offen stehen muss ( HipHop, Tango Tanzen, Straßenmusik, Theater, Versammlungen, Treffen und Verweilen.) Wenn dies seitens der CDU jetzt in Frage gestellt wird unter Berufung auf die Interessen der Universität, dann wird die Konzeption eines Stadtplatzes als offenes Angebot an alle verlassen.

  3. Die Universität sollte akzeptieren, dass sie vor dem KG II einen Platz erhält, der mit Leben erfüllt sein wird  –dafür autofrei ist! Eine Art Vetorecht der Uni was die Nutzung des Platzes angeht ist inakzeptabel.

  4. Die Aufenthaltsqualität, insbesondere auch für ältere Menschen, verdient hohe Aufmerksamkeit. Die Sitzmöglichkeiten müssen ausreichend und bequem sein und müssen von jedermann benutzbar sein. Cafes mit Freisitz gibt es am Theater und demnächst im Bereich der UB. 

  5. Im Hinblick auf die Klimaerwärmung ( in Freiburg  2 Grad bis 2050 )  aber auch die Aufenthaltsqualität muss um jeden alten Baum gekämpft werden. Über 100 sollen insgesamt gefällt werden, insbesondere am Friedrichring/Siegesdenkmal sehen die Pläne bisher einen Kahlschlag zugunsten der neuen Straßenbahn-Trasse vor. Ebenso sollte es möglich sein, die Bäume entlang der Bertoldstr. zu erhalten.

Schalten Sie sich ein , nutzen Sie alle Möglichkeiten mit zu entscheiden. 
Kommen Sie zur Bürgerversammlung der Stadt am 13. Juli 2010 um 19 h im Konzerthaus.


Michael Moos, Stadtrat der Linken Liste/Solidarische Stadt