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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Gibt es noch Hoffnung für St. Luitgard?

21. Januar 2010 - Amtsblatt - 520

Ist die Familienheim Baugenossenschaft als Eigentümerin des Hauses in der Wiehre, Quäkerstraße 4, in dem 100 Studentinnen wohnen, noch davon abzubringen, das Wohnheim im April 2010 abzureißen? Seit knapp einem Jahr setzt sich die Bewohnerinnen-Ini „Lang lebe Luitgard“ (LaleLu) gegen den Abriss zur Wehr und hat breiten Zuspruch von der Nachbarschaft bis zu den Kirchen gefunden. Einzelne Gemeinderäte fordern den Erhalt, allerdings keine ihrer Fraktionen, mit Ausnahme unserer UL. Auch der OB rührt keinen Finger, obwohl sich durch den Abiturs-Doppeljahrgang 2012 auch der Mangel an günstigem Wohnraum für Freiburgs Studierende weiter verschärfen wird. Trotz eines Kauf- und Tauschangebots für eine andere Baufläche seitens des Studentenwerks, führt die fehlende politische Intervention dazu, dass Familienheim bisher keinerlei Verhandlungsbereitschaft zeigt.

Kommunalpolitisch müsste unseres Erachtens von allen Verantwortlichen eine  Kompromissbereitschaft erwartet werden können, um die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Dass eine Baugenossenschaft ihre Mitglieder mit modernem Wohnraum versorgen will, ist genauso berechtigt, wie eine „exzellente“ Universitätsstadt ihren Studierenden günstige Wohnheime bieten muss. Dafür braucht es den Erhalt von St. Luitgard, sowieso weil es das einzige Wohnheim nur für Studentinnen ist und damit Frauen aus anderen Kulturen ein Studium in Freiburg ermöglicht. Dafür braucht es auch die Verwirklichung der Pläne von Familienheim, eine moderne Wohnanlage im „gehobenen Preissegment“ mit überwiegend 2- und 3-Zimmerwohnungen sowie Tiefgaragen errichten zu können. Aber muss es unbedingt an diesem Standort sein?
Der Protest dagegen geht weiter, Unterstützung ist dringend erwünscht, auch zum Aufruf „St. Luitgard muss bleiben“ www.stluitgard.de

Fraktion vor Ort in St. Luitgard, Montag, 1.2. um 19.30 h