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SC – Stadion : Hau-Ruck Verfahren schädlich

24. Mai 2013 - Amtsblatt - 600

In der letzten Gemeinderatssitzung am 14. April beantragte unsere Fraktion die Absetzung der Tagesordnungspunktes „Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan Neues Fußballstadion am Flugplatz“. Warum?  Weil wir nicht wollten, dass der Gemeinderat die Weichen stellt für diesen Standort, ohne dass die Stadt zuvor mit der Bevölkerung ein Gespräch geführt hat. Diese erste Bürgerinformation ist aber erst für den 6. Juni vorgesehen und jetzt zusätzlich belastet mit diesem Hau-Ruck Vorgehen. Viele StadträtInnen schlossen sich unserem Antrag an, aber die Mehrheit wollte Fak-ten setzen und verwies darauf, dass die Arbeitsgruppe SC Stadion in vielen Arbeitssitzungen mit Hilfe der Gutachter alle in Frage kommenden Standorte überprüft und schlussendlich zu der Favorisierung des Wolfswinkels gekommen war.

So richtig es auch ist, dass diese Arbeitsgruppe sich intensiv in 7 Sitzungen seit dem 15.05.2012 mit der Standortfrage beschäftigt hat – diese Arbeit blieb bis zu einer Indiskretion am 15.04.2013, als die BZ über den Wolfswinkel erstmals berichtete,  nicht-öffentlich und damit intransparent. Weiter wurde von den Befürwortern einer sofortigen Entscheidung darauf verwiesen, dass mit dem Aufstellungsbeschluss erst die Phase der Bürgeranhörung und der Gutachten beginne. Auch das ist richtig. Aber wir wollten, dass bereits vor Beginn des formellen Bebauungsplanverfahrens eine frühzeitige Beratung mit den BürgerInnen stattfindet.

Wie absehbar hat das Vorgehen der Gemeinderatsmehrheit die Stimmung im Mooswald angeheizt, die sachliche Diskussion erschwert und damit letztes Endes auch dem SC und dem von uns geteilten Wunsch nach einem neuen Stadion geschadet.  Unsere Fraktion hat trotz ihrer Kritik am Vorgehen der Verwaltung dem Aufstellungsbeschluss zugestimmt, weil wir ein neues Stadion für den SC wollen und nach jetzigem Stand der Wolfswinkel der bestmögliche Standort ist. Der mögliche Standort Hirschmatten wurde zurückgestellt, weil das gesamte Gebiet zwischen Rieselfeld und Zubringer-Mitte im Rahmen einer städtebaulichen Erschließungsmaßnahme für Wohnbebauung vorgesehen ist. Wichtig ist jetzt, dass jeder weitere Schritt in Richtung neues Stadion mit größtmöglicher Bürgerbeteiligung und damit endlich transparent gemacht wird.

Michael Moos, Fraktionsvorsitzender