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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Das Erfolgsmodell Quartiersarbeit ausbauen

21. April 2011 - Amtsblatt - 550

Seit über 30 Jahren fördert der Gemeinderat Quartiersarbeit in Freiburger Stadtteilen:  In Vierteln mit 70ger Jahre Hochhaus-Charme, vielen BewohnerInnen in Arbeitslosigkeit, prekärer Beschäftigung, zunehmend in Altersarmut, mit jugendlichen oder älteren BürgerInnen verschiedenster Kulturen  – je nach Standpunkt heißen die Stadtteile dann schon mal „soziale Brennpunkte „. Die hochengagierte Quartiersarbeit in Weingarten West und Ost z.B., im Breisacher Hof, Westlich Merzhauser Strasse, das Projekt  „Soziale Stadt Haslach„, aber auch in neuen Stadtteilen  wie Rieselfeld oder Vauban mit von überall zugezogenen jungen Familien  bietet frei nach dem Motto „ Aus dem Viertel – für das Viertel“ lokale Anlaufstellen für alle gleichermaßen vor der Haustüre. Mit Beratungen vor Ort, mit Quartiersräten aus BewohnerInnen, sozialen oder kulturellen Trägern und Vereinen  und durch Koordination mit dem städtischen Quartiersmanagement gibt es eine nachhaltige Verbesserung sozialer und kultureller Stadtteilstrukturen, eine Stärkung der Selbsthilfe und insgesamt – mit enormer Aktivierung ehrenamtlicher Arbeit - eine höhere Lebensqualität im Wohnquartier. Die Quartiersarbeit z.B. in dem 16 stöckigen, sanierten Passivhochhaus Buggingerstrasse 50 mit erfolgreich organisierten Stockwerks-BewohnerInnenbörsen und Conciergemodell befördert tatkräftig nachbarschaftliches Miteinander und stabile Hausgemeinschaften. Der von den Weingartner BürgerInnen getragenen Quartiersarbeit konnte selbst ein CDU – Haushaltsantrag auf Kürzung nichts anhaben – er scheiterte.

Im Gegensatz dazu steht für die UL ein Ausbau der Quartiersarbeit in weiteren Stadtteilen an. Neu entstehende Quartiere in Zähringen und Mooswald haben die Förderung gelingender Nachbarschaften ebenso nötig wie Brühl – Beurbarung, Betzenhausen-Bischofslinde und Landwasser, Stadtteile also, in denen viele sozial benachteiligte Menschen leben. Ein zentrales Element der Quartiersarbeit ist die Integration aller Bevölkerungsschichten in die planerische, soziale und kulturelle Stadtteilentwicklung durch aktive BürgerInnenbeteiligung. Ziel ist das Miteinander in den Quartieren präventiv zu stärken und so soziale Probleme zu verhindern. Dafür haben wir Mittel im Haushalt beantragt ebenso wie für eine städtische Stelle Quartiersmanagement, deren Aufgabe es ist, die Gemeinwesenarbeit dezernatsübergreifend zu fördern und zu unterstützen.

Ulrike Schubert