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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Perspektivplan & neue Wohnbauflächen

18. Dezember 2015 - Amtsblatt - 662

Der Perspektivplan ist ein guter Wegweiser für die Bau-Entwicklung in unserer Stadt. Die Unabhängigen Listen haben den Prozess zum Perspektivplan immer positiv bewertet. Einige unserer Fraktion hätten die Denkrichtung  Identitätsstiftende Parks bevorzugt.

Auch die Denkrichtung Starke Verbindungen hat viele Vorteile: sie lenkt die Sicht auf Flächen, die sonst nicht bedacht würden, hat großes Potenzial für kreative Lösungsansätze. Die Identitätsstiftenden Parks hätte jedoch den Grundgedanken des Perspektivplans, Wohnbauflächen immer im Kontext mit Grün- und Freiflächen zu denken, noch besser umgesetzt. Und diese Denkrichtung hätte auch einen noch größeren Schwerpunkt auf eine Stärkung der dezentralen Strukturen, der Stadtteile und Quartiere gesetzt.

Die Unabhängigen Listen begrüßen, dass die Stadt schnell Flächen für Wohnungsbau vorgeschlagen hat. Wir sehen es als unsere Verantwortung, jede einzelne Fläche zu prüfen und zu bewerten – und zu entscheiden, ob wir eine Bebauung für richtig und sinnvoll halten. Die jetzt vorgeschlagenen Flächen hält unsere Fraktionsgemeinschaft mehrheitlich alle für geeignet. Einzelne Mitglieder unserer Fraktiuon haben jedoch aus durchaus nachvollziehbaren Gründen gegen die eine oder andere Fläche Bedenken. Besonders die Fläche im Mooswald ist aus unserer Sicht nicht unproblematisch. Unsere Fraktion behält sich vor, die Planung der Bauverwaltung zu allen Flächen dann kritisch zu bewerten und ggf. auch reduzierte Flächenumgriffe zu beantragen.
Wichtig ist unserer Fraktion, dass bei aller Notwendigkeit schnellen Bauens großer Wert auf die Qualität der einzelnen Gebäude und der Gebäude-Ensembles gelegt wird.

Auch auf eine umfassende, über das rein formelle Pflichtprogramm hinausgehende Bürgerbeteiligung legen wir großen Wert. Die Akzeptanz für strittige Bauflächen wird umso größer sein, je größer Beteiligung einerseits und Qualität andererseits sind.

Schließlich möchten wir klarstellen, dass für alle diese Flächen der Beschluss vom Mai diesen Jahres einer Mindestquote von 50% geförderter Mietwohnungsbau gilt.

Hendrijk Guzzoni