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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

Mietwohnungen in Freiburg – immer knapper, immer teurer

16. Dezember 2011 - Amtsblatt - 566 -

Kapital sucht Anlage
Es liegt in Euro-Krisenzeiten nichts näher, als in sichere Immobilien zu investieren. Auch diesbezüglich gehört Freiburg zu den beliebtesten Städten. In der Folge werden derzeit massiv preiswerte Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt, im Institutsviertel und im Quartier Westl. Merzhauser Straße durch die Bauunion, im Sedanviertel durch Privateigentümer ebenso wie die Wohnungen in der Lortzing- und Beurbarungsstraße, ehemals Stadtbau verkauft an GAGFAH, heute SüdwertPrivatisierungs-GmbH. Nicht auszumalen welche Entwicklung Freiburg genommen hätte, wäre der gesamte Stadtbau-Bestand an solche Privatisierer gegangen.

50 % der Freiburger Bevölkerung konkurriert um bezahlbaren Wohnraum
Ganz aktuell im Gespräch ist auch die Privatisierung der GAGFAH-Wohnungen Stefan-Meier-/Sautierstraße, deren Grundstücke der Stadt gehören. Unsere Fraktion hat die Stadt zum Kauf und Erhalt dieser Mietwohnungen aufgefordert. Denn wir brauchen mehr nicht weniger günstige Mietwohnungen für die 30.000 Studierenden, die HartzIV-Bezieher, die Alleinerziehenden und  die Niedrigverdienerinnen, die steigende Zahl von Grundsicherungsempfängerinnen im Alter, für Wohnungslose und für Flüchtlingsfamilien, die ein Leben unter menschenunwürdigen Umständen auf der Straße und in den Flüchtlingsheimen führen müssen, weil sie keine Wohnung finden.

Höhere Mietobergrenzen erzwungen
So war es auch höchste Zeit und traurig genug, dass der Gemeinderat gestern endlich gezwungen war, aufgrund eines Bundessozialgerichtsurteils die viel zu niedrigen und rechtswidrigen Freiburger Mietobergrenzen für Hartz IV und Grundsicherungsempfänger an die Basis des Mietspiegels anzuheben. Wir meinen auch das ist nicht genug, vor allem für Neuanmietungen und wir fordern eine Rückerstattung von Amts wegen an all Jene, die wegen angeblich zu hoher Mieten einen Teil ihrer Kosten zum Lebensunterhalt bisher dafür aufbringen mussten.

Irene Vogel, 14.12.11