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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Theater am Martinstor als Theater- und Produktionszentrum für weitere 2 Jahre erhalten!

4. April 2012 - Amtsblatt - 573

Was das Theater am Martinstor (TaM) so unersetzbar macht sind vor allem drei Gründe:

1. Die Lage mitten im Herzen der sonst so geschäftigen Innenstadt macht es zu einem unverwechselbaren Anziehungspunkt der Kultur und zu einem Fluchtpunkt der Kunst. Der Theaterort wird auch von einem Publikum besucht, welches durch die zentrale Lage angezogen wird und durch spontane Theaterbesuche auffällt
2. Kein anderer Ort in der Stadt weist in seiner künstlerischen Mischung das Freie Theater aus dem professionellen, dem Amateur und dem Kleinkunstbereich zu ähnlichen Teilen auf. So war und ist die Bühne auch explizit für eine Szene aus experimentellem Theater, Newcomern/innen und Performern/innen gedacht, die sonst noch keinen Auftritt finden würden.
3.Proberäume in dieser Lage und in dieser Größe sind rar und bedeuten eine enorme Erleichterung der Arbeitsbedingungen der Freien Szene. Dadurch könnte der Ort ein Produktionszentrum werden, welches dringend nötig ist.

Noch vor kurzer Zeit haben alle Fraktionen außer den Grünen den Anspruch der Freien Szene auf ein Theater- und Produktionszentrum bekräftigt und das Theater am Martinstor auf die Tagesordnung des Kulturausschusses gesetzt. In einem Gespräch mit der Freien Szene wurde von allen Fraktionen dieser Anspruch bestätigt. Die Freie Szene in Freiburg ist sehr kreativ und vielschichtig und weist über 40 Gruppen und Künstler/innen auf. Aus dieser Vielfalt heraus entwickelt sich das vielbeachtete Theater-und Tanzleben in der Stadt auf zwei Säulen, zu dem die Freie Szene und die Kleintheater auf der einen und das Stadttheater auf der anderen Seite gehören. Gute Bedingungen müssen beiden Systeme haben! Die Voraussetzungen für einen weiteren Spielbetrieb im TaM sind noch nicht zuende geprüft. Stadt und Vermieter müssen sich aufeinander zu bewegen! Die Unabhängigen Listen sind jetzt dafür, alle Möglichkeiten für einen weiteren Spielbetrieb auszuloten, bei dem eventuell auf die Schallschutzmaßnahmen für 2 Jahre verzichtet werden kann. In dieser Zeit sollen alle Modalitäten geklärt oder ein Nachfolgeprojekt gefunden werden. Die Freie Szene braucht dieses Haus dringend, und vage Erklärungen von Seiten der Stadt, man suche jetzt spontan Ersatzräume, sind nur leere Aussagen. Ein Soforthilfe-Betrag und ein Betrag im nächsten Doppelhaushalt könnten die aktuelle Situation klären und später immer noch auch auf andere Projekte umgelegt werden. Es muss eben politisch gewollt werden und wäre nicht das erste Mal!

Atai Keller