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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Kunst im öffentl. Raum und Kunst am Bau stärken!

06. Juni 2013 - Amtsblatt - 601

Nachdem nun eine breite Allianz aller Fraktionen außer den Grünen die Wiedereinsetzung der Kunstkommission beschlossen hat und sich aktuell davon eine endgültige und fundierte Lösung für die viel beachtete Diskussion um ein mögliches Bild am Martinstor erhofft, muss die Debatte aber weiteren Raum greifen. Es ist ein Zeichen von kulturellem Profil und fachlicher Transparenz, wenn Verwaltung und Gemeinderat neben dem frisch beschlossenen Gestaltungsbeirat jetzt auch eine Kunstkommission als Beratungsgremium einrichten.

Kunst im öffentlichen Raum wird immer wichtiger, da es dafür keine Zugangs-Barrieren gibt und die Kunst auf das Publikum im Stadtraum direkt einwirken kann. Das ist oft umstritten oder irritierend, aber notwendig und auch öfters unterhaltsam. Kunst am Bau, in den letzten 15 Jahren in Freiburg leider nicht mehr praktiziert, erfährt mancherorts eine Veränderung, indem die Kunst sich immer mehr auch mit gesellschaftlichen Situationen und Alltagsrealitäten beschäftigt. Das wäre für Feiburg eine reizvolle und äußerst sinnvolle Aufgabe. Die Herausforderungen in der Stadtentwicklung liegen vor uns: Rotteck/Friedrichring und die Kunst, Platz der alten Synagoge und die Kunst, das neue Rathaus und die Kunst, eine Ästethik der Stadtgestaltung, Vauban und die Kunst, Stadtbau und die Kunst, ja sogar das neue Fußballstadion könnte sich mit Kunst verbinden und so eine neue Gestaltung finden, es kommt einfach auf die Ideen an!!

Ein Anfang ist jetzt gemacht, die personelle Besetzung der Kunstkommission wird uns noch etwas beschäftigen, aber bei diesem Einklang der Fraktionen wird es darüber sicher auch bald eine Einigung geben. Die Kunst in der Stadt ist auf jeden Fall darüber aufgewertet, jetzt müssen auch konkrete Beschlüsse ( z.B.Prozentregelung bei Kunst am Bau) und Projekte (z.B.Kunstwettbewerb Rotteckring) folgen.

Atai Keller