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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

Kulturthemen jetzt angehen!

12. September 2013 - Amtsblatt - 607

Nach der Bundestagswahl ist vor der Kommunalwahl. Wichtige Entscheidungen im Kulturbereich hat eine interfraktionelle Mehrheit in den letzten Monaten durchgesetzt. Jetzt geht es um die zügige Umsetzung. Da darf nicht nachgelassen werden. Die Fraktionen müssen zu den getroffenen Enscheidungen stehen! Dies gilt vor allem für die Kunstkommission, die ähnlich behandelt werden sollte wie der Gestaltungsbeirat! Ohne eine Koordination und inhaltliche Führung beim Kulturamt ist diese nicht handlungsfähig, und das sollte sie doch sein auch als möglicher Impulsgeber. Das Theaterhaus für die freien Theatergruppen an der Haslacherstraße wartet auf seinen endgültigen Finanzierungbeschluss, da geht es aber nur noch um die Frage, welche Art der städtischen Bezuschussung gewählt wird. Die Eröffnung soll anfang 2015 sein. Die Musikschule Freiburg braucht dringend eine neue Heimstätte. Diese ist bis jetzt in der Stadthalle vorgesehen zusammen mit der Musikhochschule als neues Musikzentrum Freiburg. Wir müssen diesen Plan mit mehr Drive unterstützen. Das Literaturhaus an der Uni kommt jetzt in die konkrete Umsetzungsphase. Der Beschluss dafür gilt als sicher.
 
Wehren sollten wir uns weiterhin verstärkt gegen den deutlichen Kulturabbau des SWR beim SWR- Orchester Freiburg/Baden-Baden, für das erst jüngst der Intendant der Salburger Festspiele Pereira eine glühende Rede hielt und das SWR- Orchester hymnisch das  Salzburger Festspielpublikum in seinen Bann zog. Wehren sollten wir uns auch gegen die drohende Schließung der traditionsreichen Aussenstelle Freiburg der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Auch wenn das Land und die Verantwortlichen in der Akademie eigene neue Pläne haben, sollten  Stadt und Gemeinderat deutlich Flagge zeigen.

Und zuletzt das Unding des Sommers: Die Universität kann in Freiburg eine zeitlich auf die Semesterferien befristete Freizeitzone auf dem Platz vor dem Theater und dem KG II verhindern. Das läßt nichts Gutes ahnen für die spätere Nutzung des Platzes der alten Synagoge. Da muss nachverhandelt werden! Freiburg soll Großstadt werden, hört man, hier schlägt die Provinz zu!

Atai Keller