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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Sportvereine wehren sich gegen weitere Kürzungen

Amtsblatt 439, 16. September 2006


Zu Recht sind die 136 Freiburger Sportvereine empört über das Ansinnen der Bürgermeister, ihren jetzt schon „beschämenden Sportetat“ von 1,54 Mio. Euro ab 2007 um weitere 10 % zu kürzen. Eine entsprechende Ankündigung im Rahmen der Diskussion um die Sanierung des städtischen Haushalts trifft bei den Vereinen mit ihren 60.000 Mitgliedern, davon 25.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, auf uneingeschränkte Ablehnung. Vor allem jenen mit eigenen Sportanlagen laufen die Betriebskosten davon. Der Kinder-, Jugend- und Leistungssport wäre durch erneute Kürzungen grundsätzlich in Frage gestellt, denn deren Förderung und Betreuung beansprucht den größten finanziellen Anteil des Jahresbudgets der Vereine, während deren Mitgliedsbeiträge – weil sozialverträglich – sehr niedrig gehalten sind.

Ebenfalls zu Recht verweisen die Vereine auf ihre sozialen und integrativen Leistungen für Jung und Alt, die mit viel ehrenamtlichem Engagement wesentlich zum Gemeinwohl unserer Stadt beitragen. Aufgrund dieser Tatsachen fordern sie nun von OB und Gemeinderat „Hände weg vom Sportetat“. Dies findet unsere uneingeschränkte Unterstützung.

Wenig Verständnis haben wir dafür, dass sich die Sportfunktionäre für einen Verkauf der Stadtbauwohnungen aussprechen und die städtischen Zuschüsse für Kultur oder Soziales in Frage stellen. Damit lassen sie sich vor den „politischen Karren“ von OB und Finanzbürgermeister Neideck / CDU spannen und führen die Spaltung in der Bürgerschaft fort. Sie lassen außer Acht, dass der Erlös der Stadtbau schon „vervespert“ ist und die 10 %-ige Kürzung auch im Falle eines Verkaufs bereits beschlossene Sache. Wie der Nachtragshaushalt, der nie die Aussicht auf Genehmigung hatte, dienen auch diese Kürzungen als Drohkulisse und sollen die FreiburgerInnen für die schwarz/grünen Verkaufspläne gefügig machen.
Warum also nicht die Forderung aus Sport, Kultur und Sozialem an OB + Neideck, endlich auch Alternativen zu bieten und in einem Beteiligungshaushalt vorzulegen. Eine Bewältigung der Finanzprobleme kann es nur gemeinsam, nicht jede/r gegen jede/n geben.