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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

Klima und Bäder

Amtsblatt 458, 23. Juni 2007

Die Bäder sind der FreiburgerInnen liebstes Kind. Das belegen die BesucherInnen-zahlen und die Statistiken zum Sportentwicklungsplan. Danach nutzen dieses beliebteste der Freizeit- und Sportvergnügen zwischen 25 und 45 Prozent aller Altersgruppen, selbst mehr als ein Drittel der Ältesten. Kein Wunder also, dass nachteilige Veränderungen bei den Bad-NutzerInnen sogleich – und wir meinen, zu Recht - Proteste hervorrufen. Diese bewirken immerhin, dass auch der Gemeinderat vorsichtiger geworden ist, entsprechende Beschlüsse zu fassen. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass sich die Verwaltung eine blutige Nase holte, als sie Bäder schließen wollte.

Auch kein Wunder also, dass die von der Regio Bäder GmbH vorgelegte Neukonzeption vor allem nach heftigen Protesten aus dem Freiburger Westen, in den Fraktionen bisher keine Mehrheit findet. Nicht zukunftsorientiert ist für die UL der beabsichtigte Verkauf und Bebauung eines Teils der Westbad-Liegewiese, oder gar dieses Bad nach dessen Sanierung zu einem reinen Schul- und Vereinssportbad mit deutlich reduzierten Öffnungszeiten zu machen.

Alle Forschungen zu den Auswirkungen der Klimaveränderungen in der Region prognostizieren übereinstimmend (lt. GR-Drucksache zum Klimawandel), dass wir künftig weniger Luftaustausch, stärkeren Niederschlägen, aber auch größerem Hitzestress in Freiburg ausgesetzt sein werden. Insbesondere wer in Beton wohnt und das sind vor allem im Westen sehr viele Menschen, braucht mehr und nicht weniger Möglichkeiten, dem zu entkommen. Darum halten wir es auch für sinnvoll, die Forderung nach einem Außenbecken im Westbad nicht aufzugeben.
Folgerichtig wäre auch, das Haslacher Bad um ein Außenbecken zu erweitern. Durch den neuen Stadtteil Rieselfeld und die ideale VAG-Anbindung an das Bad ist dessen Potential ausbaufähig, ebenso weil die Freibäder St. Georgen, Loretto und das Strandbad überfüllt sind und damit keine rechte Erholung mehr bieten.

Der Gemeinderat muss sich über die am 26.6. anstehenden Sicherheits- und Sanierungsmaßnahmen hinaus entscheiden, wie er dem Rechnung trägt. Wir meinen, weitergehende Investitionen sind deshalb allemal gerechtfertigt und auch finanzierbar. Durch die erhöhten Steuermehreinnahmen ebenso wie durch Grundstücksverkäufe. Selbst der unsägliche „Masterplan“ steht nicht im Widerspruch dazu!