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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Mehr Investitionen in Bildung und Betreuung

28. März 2014 - Amtsblatt - 620

Irene Vogel
Prof. Lothar Schuchmann

Viel Zeit und Mühe hat der Gesamtelternbeirat / GEB der Freiburger Schulen in den letzten Monaten darauf verwandt, sowohl der Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik als auch den Gemeinderätinnen und –räten aller Fraktionen darzulegen, wo es aus Elternsicht an den Schulen klemmt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Vorschlä-ge der Elternvertreterinnen für strukturelle Veränderungen oder Verbesserungen an den Schulen und der Wunsch nach politischer Unterstützung.

Unsere Unabhängigen Listen haben zugesagt, uns einzusetzen für

  • Schulsozialarbeit: sie ist in allen Schularten notwendig, aber an den Gymnasien fehlt sie noch. Das muss sich dringend ändern, auch weil seit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung mehr als 60 % der Freiburger Kinder auf ein Gymnasium wechseln.
  • Ganztagesschulen: ein schnellerer Ausbau als nur pro Doppelhaushalt / DHH eine Grundschule ist dringend geboten. Denn sie garantieren mehr Bildungs- und Chancengleichheit und sie helfen berufstätigen Eltern, den wachsenden Betreu-ungsbedarf zu decken. Wir wollen für Ganztagesschulen im DHH 2015/16 mehr Geld investieren.
  • Nachmittags- und Ferienbetreuung: es braucht hochwertige – und wir meinen kostenfreie  Angebote, die allen, also auch inklusiv beschulten Kinder ermöglicht werden sollen. Deshalb muss aus unserer Sicht auch die Anzahl der Plätze er-höht werden, um die Kinder individuell und ergänzend zur Schule fördern zu kön-nen, die es – aus unterschiedlichsten Gründen – für ihre  Entwicklung brauchen. Ein zentrales Vormerksystem analog der Kita-Platzvergabe würde den Eltern die Suche nach einem schul- oder wohnortnahen Betreuungsplatz zudem erleichtern.   
  • Lernmittelfreiheit / Ausstattung / Schulverpflegung: der GEB fordert zu Recht, nicht immer mehr Kosten für dies und das, was Kinder in der Schule benötigen, auf die Eltern abzuwälzen. Und er beklagt die unterschiedlichen und teils hohen Preise für oftmals mangelnde Qualität und auch Quantität, wie sie private Caterer bieten. Wir meinen,  ein sehr kostengünstiges und trotzdem gutes Mittagessen in Eigenherstellung, wie z.B. an der Staudinger GS gehört auch zum sozialpädago-gischen Alltag von Kindern und Jugendlichen, die wenig in der Familie und viel Zeit in der Schule verbringen.
  • Schüler-Regiokarten: wir stimmen mit dem GEB überein, dass die unterschiedli-chen Preise je nach Schulart ungerecht und die Schüler-Regiokarte insgesamt zu teuer ist. Die UL setzt sich seit Jahren gegen Fahrpreiserhöhungen ein

Irene Vogel / Lothar Schuchmann