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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Eine Bestandsaufnahme der Unabhängigen Frauen zum Internationalen Frauentag 2012

8. März 2012 - Amtsblatt - 571

Die Unabhängigen Frauen Freiburg /UFF sind seit 20 Jahren kommunalpolitisch engagiert für die Gleichstellung von Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen. Wir sind die einzige Frauenliste, die im Gemeinderat einer Großstadt Politik von Frauen für Frauen macht. Das fängt an bei der politischen Verantwortung für den Schutz der Kinder und vor allem für Mädchen und Frauen vor Gewalt. In unserer Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen ringen wir im Gemeinderat gemeinsam um mehr soziale Gerechtigkeit in der Stadt und um mehr Förderung für ärmere und benachteiligte Menschen. Wir setzen uns ein für chancengleiche Bildung, den Ausbau der Ganztagsschulen, für mehr Qualität und Quantität in der Kinderbetreuung und dafür, dass bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen geschlechtsspezifische Anliegen zum Tragen kommen.
Frauenpolitisch betrachtet, haben wir über die Jahre hinweg einiges erreicht, wir haben dafür gesorgt, dass die Stadtverwaltung frauen- oder mädchenspezifische Belange besser berücksichtigt: in der Personalpolitik genauso wie beim Bauen und Planen, in der Stadt- und Stadtteilentwicklung, in Verkehrsfragen oder bei der Spielplatz- und Schulhofgestaltung. Es ist uns gelungen, bessere Finanzierungen von Beratungsstellen und Einrichtungen für Frauen und Mädchen durchzusetzen. Wir haben erreicht, dass es Ein-Euro-Mittagessen nicht nur an Schulen, sondern auch in Kindergärten gibt, dass langzeitarbeitslose und erwerbsunfähige Frauen kostenlose Verhütungs-mittel erhalten, damit sie nicht ungewollt schwanger werden. Wir haben verhindert, dass Familien in Hartz IV-Bezug mit Kindern zwangsweise umziehen müssen, um ihnen gerade in dieser prekären Situation ihr soziales Umfeld zu erhalten. Vieles davon haben wir angestoßen, voran getrieben oder von Frauen und Frauenorgani-sationen aufgegriffen, doch ohne Unterstützung und politische Einsicht im Gemeinderat und der Umsetzung durch die Stadtverwaltung wäre es nicht gelungen.
Trotzdem bleibt viel zu tun – vor allem für Frauen in benachteiligter Lage: die vielen Alleinerziehenden in der Stadt brauchen mehr kinder-kompatible und den Lebensunterhalt finanzierende Arbeitsplätze sowie bezahlbaren Mietwohnraum und für Migrantinnen gilt es, bessere Möglichkeiten beruflicher und sozialer Integration zu schaffen. Die Freiburgerinnen brauchen auch ein ÖPNV-Sozialticket, um ein mobiles Leben führen können. Politik für Frauen ist eben Politik für die ganze Stadt!

Irene Vogel