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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 17.12.2018

Februar 2005

Die erste Lesung des Haushalts ist vorbei und eines hat sich

bereits herausgestellt, der Haushalt ist immer noch eine Frage der Prioritäten bei allem Zwang zum Sparen. Im Sportbereich konnte die frisch gewählte noch Sportbürgermeisterin die ihr auferlegten Kürzungen aussitzen mit dem Hinweis auf kommende größere Kürzungsvorschläge (Bäder). Im Kulturbereich kündigt sich eine Zentrierung auf gewisse „Leuchttürme“ an, wobei das heißt, dass gewisse Einrichtungen von den Kürzungen ausgenommen wurden und somit weiter flacker dürfen. Eine finanzielle Weiterentwicklung gibt es für keine dieser Einrichtung. Neben diesen soganannten Leuchttürmen gibt es eine Eventschiene, die immer mehr ausgebaut wird. Mit den Investitionen in die Neue Messe und den anvisierten zukünftigen sportlichen und kulturellen Großereignissen verspricht sich die Stadt eine neue Magnetfunktion und eine Steigerung der viel gerühmten Umwegrentabilität. Dass jedoch Freiburg  genau aus der Vielfalt des Angebots lebt und aus einer Einmaligkeit der Vielschichtigkeit , wird heute immer mehr vergessen. 240.000.- Euro sollen im Kulturbereich bei den freien Trägern eingespart werden, ein vergleichsweise geringer Betrag mit enormen Folgen für das kulturelle Angebot der Stadt und mit weit reichenden Auswirkungen auf die Lebensqualität ihrer Bewohner. Diese Summe ist eine politische Größe, mit der auch die Kulturlandschaft begradigt werden soll, jetzt kurz vor der Ausrufung eines städtischen Kulturentwicklungsplanes, was gibt es denn dann noch zu entwickeln? Die angekündigten Kürzungen sind nicht transparent, viel zu spät kommuniziert, und die Kriterien bleiben im Dunkeln.  Es gibt bei dieser für viele Kulturschaffenden existenzbedrohlichen Situation nur eine Möglichkeit, dem enormen kulturellen Flurschaden zu vermeiden, nämlich die geplanten Kürzungen müssen in toto zurückgenommen werden. Ja weiter, es muss der Kulturetat letztlich eine Erhöhung erfahren! Das ist eigentlich auch für den anstehenden Kulturentwicklungsplan unumgänglich! Aber weil die Verwaltung eine Erhöhung auf keinen Fall will, werden jetzt  Strukturmaßnahmen  im Kulturbereich mit dem Argument des Sparhaushalts vorweggenommen. Und das ist schlichtweg eine Sauerei!!