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www.unabhaengige-listen-freiburg.de | 11.12.2018

Schließung des Adelhausermuseums verhindern!

Amtsblatt 452, 31. März 2007

Die Fraktionen der Unabhängigen Listen und der SPD unterstützen die Initiative des Freundeskreises Adelhausermusem Freiburg e.V.:

Am 15. Mai soll der Haushalt der Stadt Freiburg für die Jahre 2007 und 2008 verabschiedet werden. Die Fraktionen von Junges Freiburg/Die Grünen, CDU und Freien Wählern haben bereits im Sommer 2006 mehrheitlich die sogenannten 10%-Kürzungen bei den freien Trägern in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Soziales, Kultur und Sport beschlossen, die im Haushaltsentwurf für 07/08 eingearbeitet sind und deren Rücknahme wir fordern. Es gibt darüber hinaus gehende gemeinsame Kürzungsvorschläge dieser Fraktionen, die die Infrastruktur im Bereich der Kultur in Frage stellen. Einer dieser gemeinsamen Anträge von Schwarz-Grün und Freien Wählern sieht vor, die Mittel für das Adelhausermuseum auf weniger als die Hälfte zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Naturkundliche Abteilung an den Mundenhof verlagert werden. Für diese Verlagerung werden allerdings keine Gelder bereit gestellt, von der Völkerkunde-Abteilung ist schon gar nicht mehr die Rede.

Sollte dieser Antrag am Dienstag, 15. Mai eine Mehrheit im Gemeinderat finden,

ist dies das endgültige Aus

für das Freiburger Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde!

Noch vor einem Jahr hat der Gemeinderat im Rahmen der vorgesehenen Museumsentwicklung fraktionsübergreifend den bildungspolitischen Auftrag des Adelhausermuseums bestätigt und eine Neukonzeption als familienorientiertes Museum in Auftrag gegeben.

Diese Konzeption liegt vor. Danach soll ein baulich erneuertes Museum den Reichtum der Natur und die Vielfältigkeit der Kulturen sowie das Zusammenspiel von Natur und Mensch vermitteln. Das Museum greift damit zwei wesentliche Säulen des Selbstverständnisses der Stadt Freiburg auf: Ökologie und Interkultur. Hauptziele sind die frühe Erreichbarkeit des jungen Publikums und ein begleitendes Betreuen aller Altersgruppen in Fragen der Natur- und Umweltkenntnis sowie der interkulturellen Begegnung. Diese für viel Geld erarbeitete Konzeption soll jetzt auf dem Müll landen.

Eine Scheune auf dem Mundenhof ist keine Alternative: Die Räumlichkeiten sind völlig ungeeignet, zudem ist der Mundenhof im normalen Schulalltag für Schulklassen und Kindergärten nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, die nächste Straßenbahnhaltestelle im Rieselfeld ist 2 km entfernt.