Linke Liste /
Solidarische Stadt -
LiSSt
Unabhängige Frauen
Freiburg - UFF
Aktualisiert:
11.02.2009
© Fraktion
Unabhängige
Listen Freiburg
Die weltweite Krise des Kapitalismus wird auch
in Freiburg noch mehr Menschen arbeitslos machen. Allein die Fa. Micronas hat
die Kündigung von 460 Kolleginnen und Kollegen angekündigt. Die Stadt Freiburg
unter OB Salomon baut seit Jahren Stellen ab und will 2009 und 2010 weitere
Stellen im Umfang von 3 Mio. €/ Jahr abbauen. Hartz IV und die Angst vor
Absturz und Ausgrenzung sind mitten in der Gesellschaft angekommen. LINKE LISTE-solidarische Stadt unterstützt
die Bemühungen von Betriebsrat und Gewerkschaft, die Arbeitsplätze bei micronas zu erhalten und lehnt den Stellenabbau bei der Stadt
ab.
Die Stadt muss mit den Gewerkschaften, dem
Runden Tisch Hartz IV, Wohnen ist Menschenrecht (WiM), Sozialverbänden ,
soziale Initiativen und Einrichtungen der Stadt eine kritische Bestandsaufnahme
der zunehmenden Armut in der Stadt machen ( Armuts- und Reichtumsbericht) und
ein Programm zur Armutsbekämpfung vorlegen. Sofort muss
der Freiburg Pass den kostenlosen Zugang zu allen städtischen Einrichtungen wie
z.B. Bäder, Kultureinrichtungen, Bus und Bahn mit einem Sozialticket
ermöglichen.
Die Linke Liste-solidarische Stadt stellt sich
der Aufgabe, ein weiteres Auseinanderdriften der Stadtgesellschaft zu
verhindern und dafür zu sorgen, dass die Stadt die immer tiefere Spaltung
zwischen arm und reich bekämpft und dafür sorgt, dass alle Kinder und
Jugendliche dieselben Chancen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit haben.
LINKE LISTE – solidarische Stadt fordert eine
pauschale Erstattung aller Kosten für Lehr- und Lernmittel für die Kinder aus
einkommensschwachen Familien bis zum Schulabschluss und ein Programm der
sozialen Prävention für alle Freiburger Kinder und Jugendliche. Eine solche soziale Präventionskette ab der Geburt schließt kostenfreie Kinderkrippen und
KITA`s ein, den Ausbau des Ganztagesschulangebotes mit einem kostenfreien
warmen Mittagessen für alle Schülerinnen und Schüler, Schulsozialarbeit sowie
qualifizierte Nachmittagsbetreuung und intensive Sprachförderung von Kindern
mit und ohne Migrationshintergrund.
Mit mehr Freiraum und sozialen Projekten statt mit Verboten und
Überwachungen kann die Stadt jungen Menschen eine Perspektive bieten.
Ein zentrales Problem in Freiburg sind die zu hohen Mieten. Durchschnittlich 43% ihres Einkommens, vielfach sogar über
50%, müssen Freiburger für die Miete aufbringen. LINKE LISTE -solidarische
Stadt lehnt eine Finanzierung des kommunalen Programms für Neubauwohnungen und
energetische Sanierungen durch Mieterhöhungen ab; ebenso die verdeckten
Gewinnabführungen der Stadtbau an den städtischen Haushalt.
Mieterhöhungen bei Sozialwohnungen kommen für
uns nicht in Frage. Im Gegenteil: LINKE LISTE – solidarische Stadt fordert für
alle städtischen Wohnungen einen deutlichen Abschlag zur
ortsüblichen Vergleichsmiete.
Die Linke Liste – solidarische Stadt lehnt der
aktuellen Mietspiegel ab und fordert ein kommunales Wohngeldprogramm
und den Ausbau der Mietermitbestimmung.
Linke Liste – solidarische Stadt lehnt nicht nur den Verkauf
städtischer Wohnungen ab sondern jegliche Privatisierung öffentlichen
Eigentums, insbesondere der öffentlichen Daseinsvorsorge.
LINKE LISTE – solidarische Stadt möchte, dass
Freiburg ein Konzept für eine soziale und
ökologische Stadtentwicklung erarbeitet. Nicht die Bauinvestoren sollen
bestimmen, sondern die Bürger und ihr Gemeinderat entscheiden, was die Stadt
benötigt. Der Beteiligungshaushalt soll eine effektive Mitwirkung der Bürgerinnen
und Bürger ermöglichen. Statt demoskopischer Umfragen wollen wir eine Mitentscheidung ausgehend von den Stadteilen.
Linke Liste – solidarische Stadt verlangt Transparenz und öffentliche Kontrolle
aller Entscheidungen der Stadt und ihrer Gesellschaften.
Dem in jahrelanger Bürgerbeteiligung
erarbeiteten Kulturkonzept fehlen die Mittel zur
Umsetzung. Dies gilt insbesondere für die in Freiburg bisher vernachlässigten
Bereiche der Stadtteilkultur und dem Zusammenwirken der verschiedenen in
Freiburg beheimateten Kulturen. LINKE LISTE – solidarische Stadt will für
Freiburg ein Haus der Kulturen, um diesen kulturellen Reichtum in der Stadt zu
nutzen und weiterzuentwickeln. Stadtteilkultur muss einen zentralen Stellenwert
in der städtischen Kulturpolitik bekommen.
Fast 5 Jahre arbeitet LINKE LISTE – solidarische
Stadt in der Fraktion der Unabhängigen Listen(UL) mit der Kulturliste und den
Unabhängigen Frauen zusammen. Diese Arbeit wollen wir gestärkt nach den Kommunalwahlen
am 07. Juni 2009 fortsetzen.
Freiburg, den 08. Februar 2009
Verabschiedet auf der MV der Linken Liste –
solidarische Stadt am 08.02.2009