Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau GmbH
Freiburg, 12.10.04
Erhalt der drei Sitze des Betriebsrates der Freiburger Stadtbau GmbH im Aufsichtsrat
Die Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen wird den Plänen die
Vertretung des Betriebsrates im Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau
GmbH zu reduzieren und auf einen Sitz zu begrenzen, keinesfalls
zustimmen.
Unsere Fraktionsgemeinschaft ist einmütig zu der Auffassung gelangt,
das wir auch weiterhin eine Vertretung des Betriebsrates mit drei
Sitzen im Aufsichtsrat für sinnvoll und notwendig erachten.
Die jetzige Regelung hat sich ausgesprochen bewährt.
Gerade in einer Zeit, da der Freiburger Stadtbau GmbH eine gravierende
Änderung ihrer Organisationsstruktur ins Haus steht, ist eine
angemessene Vertretung des Betriebsrates unabdingbar.
Diese Änderungen in der Organisationsstruktur des Betriebes werden auf
die Arbeitsabläufe von ca. 170 MitarbeiterInnen großen Einfluss haben
und in vielen Fällen auch arbeitsrechtlich relevant sein. All dies
macht eine angemessene Einbeziehung des Betriebsrates in die
Entscheidungsprozesse unumgänglich.
Die inhaltlichen Beiträge, Überlegungen und Anregungen, die seitens des
Betriebsrates in die Sitzungen des Aufsichtsrates eingebracht worden
sind, waren stets wertvoll und haben zu einer vernünftigen
Entscheidungsfindung wesentlich beigetragen.
Seit der Sommerpause wird eine neue Linie gefahren:
Es wird verschlankt und gestrafft.
Und zwar zuallererst am Sachverstand und an demokratischen Strukturen und auf Kosten des Personals.
So bei der Bestellung Sachkundiger BürgerInnen in den gemeinderätlichen
Ausschüssen, so in der „Eröffnungsrede des OB“ am 14.9., so an diesem
Punkt.
Dem steht aber gegenüber: Vielfalt der Positionen, konstruktiver
Austausch, inhaltliche Akzeptanz von Ergebnissen nach außen und innen,
führen oft nachhaltig zu besseren Ergebnissen als Verschlankung,
Einengung und Schein-Effizienz.
Ich bitte sie um Zustimmung zu unserem Antrag
Hendrijk Guzzoni