ZwangsarbeiterInnen
Freiburg, 25.1.05
Vorausschicken möchte ich unseren Dank für die sehr engagierte Arbeit des Kulturamtes und insbesondere des Stadtarchivs.
- Mit der Erforschung und Dokumentation der damaligen Situation der ZwangsarbeiterInnen
- Mit der Errrichtung der Stele am ehemaligen „Ostarbeiter-Lager,
- Mit dem finanziellen Beitrag und insbesondere mit den Einladungen zu einem Freiburg-Besuch
haben wir versucht, eine Geschichtslücke zu schließen und uns einem dunklen Kapitel Freiburger Geschichte gestellt.
Sowohl für die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen als auch für uns
FreiburgerInnen und Freiburger waren dies wichtige, nicht nur
symbolische Gesten der Aufarbeitung. Die persönlichen Begegnungen im
Rahmen der Besuchsprogramme waren im Vorfeld auf beiden Seiten mit
Ängsten besetzt. Aber vor allem mit diesen Begegnungen war die
Möglichkeit verbunden, sich ein Stück weit mit der eigenen Geschichte
zu versöhnen.
Eine Lücke bleibt, denn wir wissen nun zwar auch die Namen der auf dem
Hauptfriedhof begrabenen sowjetischen ZwangsarbeiterInnen, aber noch
ist es das Grab Namenloser. Mit unserem Antrag wollen wir diese Lücke
schließen und bitten deshalb um Ihre Zustimmung.
Irene Vogel