Weitere Ganztagsangebote an Freiburger Schulen
Freiburg, 02.05
Es wird auf absehbare Jahre wohl nicht mehr die Möglichkeit geben für
notwenige bauliche Erweiterungen von Freiburger Schulen mehr als 80 %
der Investitionskosten nicht selbst finanzieren zu müssen, sondern mit
Bundesmitteln. Davon ist unsere Fraktion überzeugt.
Auch weil wir uns wegen dem Schulsanierungsstau in Höhe von 130 Mio
Euro so vehement gegen die Messeerweiterung gewehrt haben, sind wir
nicht bereit, nun an dieses Thema mit der Schere im Kopf dranzugehen.
Deshalb sind wir noch nicht damit zufrieden, welche und wie viele
Schulen die Verwaltung für den Ausbau von Ganztagesangeboten vorschlägt
und wie viel Drängen des GR es dazu bedarf. Gemeinsam mit der
SPD-Fraktion stellen wir darum den Antrag auch das Friedrich-Gymnasium
mit in das Antragspaket auf IZBB-Fördermittel aufzunehmen.
Zur Begründung:
- Das FG hat wie Sie Frau Bürgermeisterin eben
vorgetragen haben ein vom Reg. Präsidium bewilligtes pädagogisches
Konzept vorgelegt,
- Das FG hat – ich zitiere aus der Vorlage des
Schulausschusses vom 8. März 2004 zum Raumbedarf für die Umstellung auf
G 8 „ein erhebliches Raumdefizit. Es fehlt ein Oberstufenraum,
Aufenthaltsraum, die Cafeteria, eine Schülerbibliothek und ein
SMV-Raum. Das Oberschulamt hat zwischenzeitlich ein Raumprogramm von
rd. 288 qm genehmigt. Die Planung sieht vor, die Erweiterung unter der
bestehenden Turnhalle durchzuführen. Die Planung soll im Laufe des
Frühjahres 2004 fertiggestellt sein. Dieses Bauvorhaben soll bis zum
Sommer dem GR zur grundsätzlichen Genehmigung vorgelegt werden.“
Dieser Grundsatzbeschluss ist bis heute mangels Vorlage nicht gefasst,
obwohl dieses erhebliche Raumdefizit allseits bestätigt ist und sich
seit der Einführung von G8 verschärft hat. Als reduziertes
Erweiterungsprogramm wie nun beim Kepler vorgesehen, wäre im Rahmen der
Umstellung auf Ganztagsangebot eine kostengünstigere Bauvariante als
die in der Ergänzungsvorlage dargestellt mit IZBB Mitteln zu
bewerkstelligen. Stellen wir diesen Antrag nicht, gibt es für das FG
keine Aussicht auf mehr Räume, denn das Modellraumprogramm ist ja nicht
zwangsläufig und für die Sanierungspläne der Verwaltung mittels PPP ist
das FG nach Aussage des Schul- und Sportamts ebenfalls nicht
vorgesehen. Der dargestellte Ausbau des Dachgeschosses als Alternative
ist völlig unzureichend, die 130.000 Euro Kosten verglichen mit dem
städtischen Anteil an Investitionskosten für den Kellergeschoss-Ausbau
stehen im Ergebnis in keiner Relation. Zudem ist der Verweis auf die
Möglichkeit des Mittagessens in der Weiherhofschule u.E. unrealistisch,
da deren Aula nur Raum für ca. 60 Kinder bietet
Die Beantragung zu verschieben auf die Frist für die 2. Tranche zum
Jahresende, wenn nicht ausgeschöpfte Bundesmittel von einigen Ländern
zurückgehen, halten wir für unklug, da die IZBB Mittel dann immer noch
nach Eingang der Anträge vergeben werden und wir uns die Chance einer
rechtzeitigen Antragstellung damit vergeben haben. Darum sollten wir es
heute tun.