Bebauungsplan Vauban
PE vom 5. Juni 2005
Die Unabhängigen Listen kritisieren wesentliche Festlegungen der auf
der letzten Gemeinderatssitzung verabschiedeten 4. Bebauungsplan -
Änderung Vauban.
Massive Bauvorhaben im Osteingang an der Merzhauserstrasse sowie
westlich der Astrid -Lindgrenstrasse werden darin fest in die
Planung aufgenommen. Insbesondere kritisieren die Gemeinderäte der
Unabhän-gigen Liste, dass - auch gegen zahlreiche
Unterschriftensammlungen und Einsprüche der Bewohner des
Viertels - nun z.B. ein Riegel für So-zialmieter entlang der ICE
- Bahngleise in den Plan aufgenommen, zyni-scherweise ein
bewohnter " Lärmpuffer" für nahegelegene Eigenheime. ( Sozial
geförderter Wohnungsbau im Vauban fehle dabei insgesamt tat-sächlich
für eine wünschenswerte heterogene soziale Struktur! ) Lärm-schutz sei
dringend notwendig, lasse sich aber architektonisch durchaus anders
lösen.
Für die zahlreichen heranwachsenden Jugendlichen habe die Stadt
ab-gesehen von einem Ballplatz hinter der Schule und einer kleinen
Halfpi-pe bislang keine weiteren Freiflächen oder Bolzplätze
ausgewiesen, ob-wohl dies dringendst notwendig werde als Vorhaltefläche
für die nächs-ten 10 - 15 Jahre: Nach Einschätzung der Unabhängigen
Listen werden damit Spannungen und Konflikte vorprogrammiert.
Anregungen des Kin-derbüros und des Sozial- und Jugendamtes seien
bislang nicht eingear-beitet worden. In keinem Stadtteil gebe es Kinder
und Jugendliche - die die Zukunft dieser Stadt sind - einfach zum
Nulltarif.
Der östliche Haupteingangsbereich des Viertels bei der Solargarage
Merzhauserstrasse werde keineswegs mit einer einladenden Mischung aus
kreativer Bebauung und Grünfläche gestaltet, sondern mit einem
hohen Ost-Westriegel als Baufläche voll ausgereizt und vermarktet - die
Durchlüftung zwischen SUSI - Häusern, Karoline - Kaspar - Schule,
"So-larschiff "und der absolut verkehrsreichen Merzhauserstrasse werde
so leider verhindert.
Wie viele andere Stadtteile Freiburgs lebe auch das Vauban - über
for-melle Offenlagen und Gremienarbeit hinaus - von Anfang an
offen-sichtlich ganz wesentlich von aktiver und öffentlicher
BürgerInnen-beteiligung - und auch öffentlicher Debatte mit der
Stadtverwaltung, und zwar im Stadtteil vor Ort.
Für die Fraktionsgemeinschaft
Ulrike Schubert
Stadträtin