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  Aktualisiert:
  12.08.2010

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Theater

PE vom 16. März 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Berücksichtigung nachfolgender Erklärung in Ihrer Berichterstattung:
Die Fraktion Unabhängige Listen stellt zur gestrigen Debatte fest:
1.    Seit Monaten wird von OB Salomon eine Demontage des Stadttheaters betrieben, welche fatale Folgen für die Stadt und ihre Attraktivität hat.  Anstatt die unbestreitbaren Erfolge des Theaters für das kulturelle Leben der Stadt zu nutzen,  wird vom OB keine Gelegenheit ausgelassen, um Stimmung gegen das Theater zu machen.
2.    Einen traurigen Höhepunkt erreichte dieses Verhalten in der gestrigen Gemeinderatssitzung, in welcher der OB den Kaufmännischen Direktor des Theaters persönlich in öffentlicher Sitzung beschimpfte, ohne dass dieser die Möglichkeit gehabt hätte, die Behauptungen des OB richtig zu stellen. Besonders erschreckend empfindet es unsere Fraktion, dass dies unter dem Beifall eines Teils der Grünen Fraktion erfolgte.
3.    Wir haben Anlass den OB darauf hinzuweisen, dass auch er Recht und Gesetz unterliegt. Die in öffentlicher Sitzung erfolgte Beschimpfung, was aus dem Theater und damit von der Intendantin und dem kaufmännischen Direktor  gekommen sei,  sei „feige“ und „dummes Zeug“ begründet den Anfangsverdacht eines Dienstvergehens. Der Dienstvorgesetzte darf einen städtischen Mitarbeiter nicht durch unsachliche Kritik an dessen Amtsführung öffentlich bloßstellen. Ebenso bedenklich ist der Umstand, dass der OB in öffentlicher Sitzung aus einer nicht-öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses berichtete.
4.    Erschwerend kommt hinzu, dass OB Salomon hierbei unterschlagen hat, dass Jürgen Braasch erst dann das Niveau der Debatte in der nicht-öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses bemängelt hatte, als kurz zuvor der OB die Künstler am Theater mit „Söldnern und Legionären“ verglichen hat, ohne Bindung zur Stadt.  
5.    Was schließlich die Debatte um die Orchesterkooperation angeht, so war es der OB und nicht das Theater, der diese perspektivischen Überlegungen als Sparkonzept in die Öffentlichkeit brachte. Zu kritisieren ist, dass damit ohne Sinn und Verstand Unruhe in das Orchester getragen wurde, bevor der OB ein einziges Gespräch mit dem SWR geführt hatte. Spar- und Strukturmaßnahmen im Theater und in der gesamten Stadtverwaltung müssen zu allererst mit den Beschäftigten entwickelt und diskutiert werden. Vorschläge ungeprüft öffentlich zu machen erzeugt unter den Beschäftigten nur Unruhe und Misstrauen. So kann keine Reform gelingen.

Mit freundlichen Grüßen

Fraktionsvorsitzender
Michael Moos