Dollarzeichen in den Augen - Lehmann II
PE vom 17. Dezember 2008
Die Fraktionsgemeinschaft der Unabhängigen Listen (UL) fordert weitere
Konsequenzen aus dem Debakel der städtischen Anlage von 47,3 Mio. € bei
der Lehmann-Bank Deutschland, die bislang nicht zurückbezahlt wurden
(Zinsschaden bisher über 150.000.- €). Die UL verlangt, dass in
Zukunft,abhängig von der jeweiligen Höhe der Anlage, der Kämmerer, dann
der Finanzbürgermeister und bei allen Anlagen ab 5 Mio. € der
Oberbürgermeister gegenzeichnen muss. Es sei unerträglich, so der
haushaltspolitische Sprecher der UL, Michael Moos, dass der OB gemäß
der Hauptsatzung der Stadt Freiburg ohne Gemeinderat nur Ausgaben bis
500.000.-€ tätigen dürfe, dass aber, wie Anfang September geschehen,
eine stellvertretende Abteilungsleiterin der Stadt ohne Rückendeckung
über die Anlage von 30 Mio. € städtischer Gelder entscheiden müsse. Die
neuen Regeln für Geldanlagen (die BZ berichtete darüber am 11.12.08)
entsprächen zwar dem seit langem vorgetragenen Anliegen der UL, nur in
Tranchen und primär bei regionalen Banken anzulegen. Die e
waltungsspitze müsse aber mit der Einführung des 4 Augen Prinzips auch
selber die Verantwortung für die Anlagenpolitik übernehmen.
Michael Moos
12.12.08