Haushaltssanierung ohne Reduzierung von Zuschüssen an Dritte möglich
PE vom 22. Dezember 2006
Im Hinblick auf die von der Stadtverwaltung am 21.12.06 vorgestellte
Verfahrensweise bzgl. der Gewährung von Zuschüssen, stellt die
Fraktionsgemeinschaft der Unabhängigen Listen fest:
1. Die Mehreinnahmen von mindestens 30 Mio Euro machen eine Reduzierung
der Zuschüsse an freie Gruppen und Träger haushaltspolitisch
überflüssig.
2. Die von der Gemeinderatsmehrheit beschlossene Kürzung um 10 Prozent
(die Dritte "Giftliste", innerhalb weniger Jahre) würde die Schließung
verschiedener Einrichtungen, massive Angebotsreduzierungen bedeuten.
3. Dieser Kahlschlag, insbesondere in den Bereichen Soziales und
Kultur, würde die Angebotsvielfalt bedrohen und wäre ein Schlag ins
Gesicht des ehrenamtlichen Engagements in dieser Stadt.
4. Die UL halten an ihrer Auffassung fest, dass neben Einsparungen vor
allem die Einnahmeseite der Stadt gestärkt werden muss. Sie wird bei
den Haushaltsberatungen ihre Forderung nach Erhöhung der Grund- und
Gewerbesteuer erneuern, sowie weite Vorschläge zur
Haushaltskonsolidierung einbringen.
5. Die UL lassen sich dabei von dem Grundsatz leiten, dass insbesondere
die Schwachen und Benachteiligten in der Gesellschaft eine besondere
Förderung und Unterstützung seitens der Stadt bedürfen.
Hendrijk Guzzoni