Haushaltssperre für Theater unangemessen und kontraproduktiv
PE vom 14. Juli 2006
Die Fraktionsgemeinschaft der Unabhängigen Listen kritisiert die im
Jahr 2005 von der Stadtverwaltung beschlossene Haushaltssperre für den
Eigenbetrieb Theater in Höhe von 230.000.-€. Hier werde, so die
Unabhängige Liste, der neuen Intendantin Barbara Mundel ein Knüppel
zwischen die Beine geworfen als Willkommensgruß. Schon in den letzten
Jahren haben die Städtischen Bühnen bereits mehrere Hunderttausend Euro
einsparen müssen. Unabhängig von der Frage des Zeitpunkts der
Verhängung der Haushaltssperre stelle sich die Frage, so der
Fraktionsvorsitzende Michael Moos, ob die Verhängung von
Haushaltssperren über Eigenbetriebe seitens der Rathausspitze die
Gründung des Eigenbetriebs Theater nicht ad absurdum führe.
Finanzautonomie und finanzielle Planungssicherheit seien doch die
Argumente gewesen, mit der für die Umwandlung der Städtischen Bühnen in
einen Eigenbetrieb geworben worden sei.
Dieser Vorgang ist nach Auffassung der Unabhängigen Listen ein weiteres
Beispiel dafür, wie die Stadt Freiburg an ihrer eigenen Substanz spare,
statt ihre Einnahmen zu erhöhen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können
und die Stärken der Stadt zu erhalten. Die Bedeutung der Kultur im
Allgemeinen und des Theaters im Besonderen für die Attraktivität der
Stadt Freiburg werde seitens der Stadtverwaltung sträflich unterschätzt.
Hendrijk Guzzoni