Fraktion Unabhängige Liste Freiburg
Fraktion Unabhängige Liste Freiburg




Amtsblatt

Anfragen

Anträge

Presse

Sicherungsverwahrte

Akademische Plattform

Baudezernat III

Platz Alte Synagoge

Europa-Viertel

Wartelisten für KiTas

Proberäume

Mai-Steuerschätzung

Bildungsprotest

Baudezernat C

OB und Buergervereine

FSB-Gewinne

Arbeitsplätze

Tariflohnerhöhung

Rathausneubau

Schule für alle

Behindertenbeirat

Wiederwahl OB

Streik

Lehmann II

Baudezernat

Lehmann I

Gemeinderat vorgeführt

Adelhauser Museum II

Eugen-Keidel-Bad

Adelhauser Museum I

KürzungenSoziales

Steuerschätzungen

Stadtbauverkauf

Museumsleitung

Schmollecke

Schulsanierung

Steuerschätzung

KULT sagt JA

Festivalkonzept

Panikmache

Bürgervereine

Schienenverkehr

Schattenparker

Deeskalation

Polizeiburg

Veräußerungsverfahren

Haushaltssperre

Bürgerbegehren

Straßenpunks

Sozialcharta

Verkaufsalternativen

OB und Mehrheit

BI -WIM

Wohnungsverkäufe II

PDS-Stadträtin

Kartoffelmarkt

Geothermie

Spielstrassen

Weingarten

Unabhängige Listen

Verwaltungsreform

Doppelhaushalt 05/06

Augustinermuseum

OB Haushaltslage

Neue Messe 2

Chummy

Hallenbäder

Weisse Rose

Gewerbesteuer

Theater Zweierlei Maß

Theater

Doppelhaushalt 05/06

Richtigstellung NS-Zeit

Großdiscounter

TRAS – Atomschutzvbd.

Bebauungspl. Vauban

DHH III 05/06

Abfallwirtschaft

Menschen im ALG II

Speakerscorner

OB D. Salomon

KITA-Gebühren

Sportkürzung

Ausfall OB

Reden





  Aktualisiert:
  04.12.2006

  © Fraktion
  Unabhängige
  Listen Freiburg













drucken  Kontakt

Geht nicht, gibt’s nicht – Alternativen entwickeln!

PE vom 29. Juni 2006

Folgt man den jüngsten Erklärungen von Grünen/CDU und Freien Wählern, so ist der Verkauf der städtischen Wohnungen ein Akt „sozialer Gerechtigkeit“ und „Nachhal-tigkeit“. Das müssen die Mieter der Stadtbau als Hohn empfinden. Was hat es mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, wenn ausschließlich die Mieter der Stadtbau die Zeche für einen maroden Haushalt bezahlen sollen? Sind sie für die Steuerpolitik verant-wortlich, haben sie die Erweiterung der Neuen Messe vor 2 Jahren beschlossen? Und was hat es mit Nachhaltigkeit zu tun, daß mit dem Verkauf des verwertbaren Immobilienbesitzes der Stadt für alle zukünftigen Generationen vollendete Fakten geschaffen werden. 25.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid – gegen den Verkauf – sind eine deutliche erste Antwort. Doch entscheidend wird die Abstimmung im Bürgerentscheid sein.

Nach dem Ja von CDU/Grünen/Freien Wählern zum Verkauf kann nur ein erfolgrei-cher Bürgerentscheid diesen verhindern. Die „Sozialcharta“ kann die grundlegenden Probleme eines Eigentümer-Wechsels nicht beseitigen: die Mieten werden unstreitig steigen, der Mieter wird alleine die Auseinandersetzung mit dem Vermieter zu führen haben über Luxussanierungen, Umsetzungen etc., die Mietermitbestimmung wird der Vergangenheit angehören. Ghettoisierungen sind zu befürchten, wie die Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, konkrete soziale Wohnprojekte für Alleinerziehende, Behinderte, Jugendliche von der Straße, werden viel schwerer zu realisieren sein. Eine demokratische Kontrolle des Gemeinderats auf Mieten und Wohnungspolitik würde verschwinden.

Der Verkauf von 7.900 Stadtbau-Wohnungen ist keine seriöse Antwort auf die Haus-haltsprobleme der Stadt. Auch wenn die, die diesen Verkauf betreiben, es ständig bestreiten: realistische Vorschläge, den Haushalt langfristig zu sanieren, haben bis-her nur die Gegner des Verkaufs gemacht, z.B. eine 10% Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer=12 Mio.€/Jahr, Ausschüttung der Sparkassen-Gewinne= 3 Mio.€/Jahr, Verkauf der städtischen Erbbau-Grundstücke an eine zu gründende „Bürger-gGmbH“ für ca. 150 Mio.€, Entlastung des Haushaltes um ca. 8 Mio.€/Jahr (Vorschlag Mietshäuser-Syndikat). Diese und andere Vorschläge müssen endlich ernsthaft diskutiert und nicht nur abgebügelt werden. Aber dazu werden die Bürger Freiburgs ihre Verwaltung mit dem Bürgerentscheid im Herbst zwingen.

Michael Moos