„Verschlankungen“ auf Kosten der Bevölkerung
Amtsblatt 453, 14. April 2007
Die komplette Schließung des Adelhausermuseums, des Museums für
Stadtgeschichte, immer weitere Belastungen des städtischen Theaters bis
2008 um 800 T €, die vorgesehenen massiven Mietsteigerungen bei den
städtischen Wohnungen, die dritte Kürzung für die freien Träger (
Sozial/ Jugend/ Kultur/ Sport bis 2010 um weitere 10 % der Zuschüsse) ,
massiver Stellenabbau bei den städtischen Behörden und den
Gesellschaften, dies alles wird in der Summe die Lebensqualität
Freiburgs mindern, vor allem für diejenigen, welche die ständige
Verteuerung in allen Lebensbereichen (Bäderpreise sollen demnächst auch
steigen) nicht mehr bezahlen können. Ist das alles wirklich zwingend
notwendig, so wie es die Große Koalition von schwarz/grün behaupten
? Gibt es das sog. Strukturelle Defizit wirklich, wie von
Maria Viethen (Grüne) behauptet ? Tatsache ist, daß die Kommunen
drastisch unterfinanziert sind, und deshalb ihre Aufgaben bei
weitem nicht erfüllen können (z.B. die Kindergartenbeiträge der Eltern
zu streichen). Deshalb lehnen wir auch die sog.
Unternehmenssteuerreform ab und wollen eine gewisse Korrektur durch die
Erhöhung der Gewerbesteuer erreichen. Gleichwohl ist die
Haushaltssituation seit 2006 erheblich besser als in den Jahren zuvor.
Rund 106 Mio. € kann die Stadt in 07/08 an Investitionsausgaben
tätigen, deutlich mehr , als in den Jahren 03-06. Die 04/05
zusätzlich aufgenommen Kredite können getilgt, die aufgebrauchten
Rücklagen langsam wieder angespart werden. Die Schreckensszenarien, die
bereits – erfolglos – bei dem beabsichtigten Stadtbauverkauf bemüht
wurden, sind inzwischen nicht glaubwürdiger geworden – ganz im
Gegenteil. Die angeblich finanziell unausweichlichen Maßnahmen
werden bemüht, um zu verdecken, daß es um politisch gewollte
„Verschlankungen“ auf Kosten der Bevölkerung geht.
Demonstrieren Sie am Freitag, 20.04.2007 um 12 Uhr auf dem
Augustinerplatz für den Erhalt des Augustinermuseums. Listen zur
Unterschriftenaktion liegen in unserem Fraktionsbüro aus.