Schulen sanieren - höchste Priorität im nächsten Jahr
Amtsblatt 446, 23. Dezember 2006
Am 18.7. 2006 beschloss der Gemeinderat die Sanierung von zehn
Freiburger Schulen und der Hauptfeuerwache mittels PPP (Private Public
Partnership). Die Unabhängigen Listen halten an diesem Beschluss fest.
Die Sanierung muss jetzt sein, ob mit oder ohne PPP. Wir waren dafür,
die Freiburger Stadtbau damit zu beauftragen, denn PPP bedeutet, dass
ein Investor innerhalb von drei Jahren 65 Mio. € für die Sanierungen
aufwendet und dafür 25 Jahre den Betrieb der Schulen übernimmt und
jährlich von der Stadt hierfür 8 bis 9 Mio. € erhält (geschätzt ca. 220
Mio).
Nun war in den letzten Wochen über Pressemitteilungen der Stadt zu
hören, die Schulsanierungen über PPP seien nicht genehmigungsfähig. Die
gemeinderätliche Kommission, die die Schulsanierungen politisch
begleiten sollte, wurde seitens der Stadtverwaltung für aufgelöst
erklärt.
Wir haben die Gemeindeordnung Baden-Württembergs aufmerksam studiert:
die Möglichkeit Gemeinderatsbeschlüsse per Presseerklärung des
Oberbürgermeisters zurückzunehmen, kommt darin nicht vor. Wenn die
Stadtverwaltung der Auffassung ist, der Beschluss, die zehn Schulen zu
sanieren, sei nicht umsetzbar und müsse aufgehoben werden, dann soll
sie einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat einbringen. Andernfalls
erwarten wir von der Verwaltung, dass sie den Beschluss umsetzt.
Nach den neuen Steuerschätzungen wird deutlich, dass es möglich ist,
einen Doppelhaushalt 2007/08 zu verabschieden, der den gesetzlichen
Rahmen-bedingungen entspricht. Damit sollte der Sanierung der Schulen
nichts im Wege stehen. Auch das RP wird sich dieser politische
Verantwortung nicht verschließen können. Wir werden alles daran setzen,
dass die Schulsanierung zügig in Angriff genommen wird. Sollte diese
nicht mittels PPP zu realisieren sein, werden die Unabhängigen Listen
ihren Vorschlag erneuern, die Freiburger Stadtbau mit der Sanierung der
Freiburger Schulen zu beauftragen, ggf. in Zusammenarbeit mit privaten
Unternehmen. Dieses Konzept hat sich in Mannheim und anderorts bewährt.
Dank all denen, die den Erfolg des Bürgerentscheids ermöglichten und
die unsere Arbeit unterstützen. Ihr Engagement für soziale
Gerechtigkeit ist für unsere Politik auch in Zukunft unverzichtbar.
Erholsame Feiertage und einen guten Rutsch wünschen Ihnen allen:
Michael Moos, Ulrike Schubert, Hendrijk Guzzoni, Paul Bert, Atai Keller, Irene Vogel