Schließung des Adelhausermuseums verhindern!
Amtsblatt 452, 31. März 2007
Die Fraktionen der Unabhängigen Listen und der SPD unterstützen die
Initiative des Freundeskreises Adelhausermusem Freiburg e.V.:
Am 15. Mai soll der Haushalt der Stadt Freiburg für die Jahre 2007 und
2008 verabschiedet werden. Die Fraktionen von Junges Freiburg/Die
Grünen, CDU und Freien Wählern haben bereits im Sommer 2006
mehrheitlich die sogenannten 10%-Kürzungen bei den freien Trägern in
den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Soziales, Kultur und Sport
beschlossen, die im Haushaltsentwurf für 07/08 eingearbeitet sind und
deren Rücknahme wir fordern. Es gibt darüber hinaus gehende gemeinsame
Kürzungsvorschläge dieser Fraktionen, die die Infrastruktur im Bereich
der Kultur in Frage stellen. Einer dieser gemeinsamen Anträge von
Schwarz-Grün und Freien Wählern sieht vor, die Mittel für das
Adelhausermuseum auf weniger als die Hälfte zu reduzieren. Gleichzeitig
soll die Naturkundliche Abteilung an den Mundenhof verlagert werden.
Für diese Verlagerung werden allerdings keine Gelder bereit gestellt,
von der Völkerkunde-Abteilung ist schon gar nicht mehr die Rede.
Sollte dieser Antrag am Dienstag, 15. Mai eine Mehrheit im Gemeinderat finden,
ist dies das endgültige Aus
für das Freiburger Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde!
Noch vor einem Jahr hat der Gemeinderat im Rahmen der vorgesehenen
Museumsentwicklung fraktionsübergreifend den bildungspolitischen
Auftrag des Adelhausermuseums bestätigt und eine Neukonzeption als
familienorientiertes Museum in Auftrag gegeben.
Diese Konzeption liegt vor. Danach soll ein baulich erneuertes Museum
den Reichtum der Natur und die Vielfältigkeit der Kulturen sowie das
Zusammenspiel von Natur und Mensch vermitteln. Das Museum greift damit
zwei wesentliche Säulen des Selbstverständnisses der Stadt Freiburg
auf: Ökologie und Interkultur. Hauptziele sind die frühe Erreichbarkeit
des jungen Publikums und ein begleitendes Betreuen aller Altersgruppen
in Fragen der Natur- und Umweltkenntnis sowie der interkulturellen
Begegnung. Diese für viel Geld erarbeitete Konzeption soll jetzt auf
dem Müll landen.
Eine Scheune auf dem Mundenhof ist keine Alternative: Die
Räumlichkeiten sind völlig ungeeignet, zudem ist der Mundenhof im
normalen Schulalltag für Schulklassen und Kindergärten nur schlecht mit
öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, die nächste
Straßenbahnhaltestelle im Rieselfeld ist 2 km entfernt.